Über mich

Mein Name ist OLaf Hinrichsen. Ich bin der Online-Mathe-Nachhilfelehrer für Schulmathematik und Gründer von OberPrima.com Ich will hier darüber schreiben und berichten, wie sich OberPrima.com verändert, und warum und wie ich arbeite.

Bilder

Blogparade Lernen 2.0

Thomas Bernhard und Saskia-Janina Kepp haben einen Blogkarneval zum Thema: “Lernen 2.0 – wie verändert das “Mitmachnetz” unsere Strategien zu lernen” angezettelt. Wer wissen will, was ein Blog-Karneval oder eine Blogparade ist, kann sich hier informieren.
Hier nun meine 2 Cent – jeder Lerner (;)) ist herzlich eingeladen, in den Kommentaren zu diskutieren oder eien eigenen Blog-Post als Diskussionsbeitrag zu schreiben.
Die Fragen sind ein Gerüst, dass die Initiatoren den Teilnehmern vorgeschlagen haben und welches ich gern genutzt habe.

Ach so, wer OberPrima beim Neuaufbau zu einer Plattform für Lernerzentriertes Lernen unterstützen will, ist herzlich dazu eingeladen.

1. Was versteht ihr grundsätzlich unter lernen?

Grundsätzlich ist lernen für mich ein Weg, der entweder vom Lernenden beabsichtigt ist (“Ich will dieses und jenes Lernen”) und/oder der vom Lernenden zugelassen wird (“Na, dann muss ich das wohl lernen” oder “oops – da hab ich doch tatsächlich wieder was gelernt” ;) ). Der (Lern-)Weg bildet sich erst dadurch, dass ihn ein Lerner geht (Lerner schließt im Folgenden immer die Lernerin mit ein).

Dieser Weg hat einen Ausgangspunkt und viele Ziele. Der Ausgangspunkt des Lernens liegt immer in der lernenden Person. Die Ziele des Lernens sind so vielfältig wie die Möglichkeiten die durch das Gelernte in der Zukunft erschlossen werden können. Von daher ist Lernen ein schwammiger Begriff, der nur vom Einzelnen konkret gestaltet werden kann.

2. Welche Rolle spielen die Web-2.0-Tools beim Lernen für euch?

Web 2.0 tools wie wiki, blog, podcast, online Video, soziale Netzwerke und social bookmarks vergrößern die Möglichkeiten, die der Pfad (des Lernens) einschlagen kann. Sie ermöglichen darüber hinaus, dass Lern-Inhalte kostenlos, zeitversetzt nutzbar, sowie von einer großen Teilnehmerzahl medial ansprechend aufbereitet werden können und stärken den Lerner, seiner Persönlichkeit gemäß zu lernen.
Sie werden die Passung zwischen Lerner und Online-Lehrer (das ist die Person, die Lerninhalte online aufbereitet und/oder erklärt) erhöhen und dem Lerner mehr Freiheit beim Beschreiten seines Weges geben.
In sozialen Netzwerken können Lerner und Online-Lehrer als Freunde ihr beiderseitiges Fortkommen (auch Wachstum) fördern.
Mit Web 2.0 tools lernt der Lehrer das Lehren, in dem er das Lernen vom Lerner lernt und der Lerner lernt auf die Art und mit den Personen die für ihn passen, d.h. die er mag und mit denen er auf seinem Weg vorankommt.

3. Könnt ihr bei der Verwendung von Web-2.0-Tools Unterschiede zu herkömmlichen Lernstrategien (z.B. Wiederholen) feststellen?

Mehr Möglichkeiten, einen (Lern-)Weg zu beschreiten bringt eine Vielfalt der Veränderung von (Lern-)Strategien, wobei Wiederholen sicher immer eine große Rolle spielen wird. Aber ob mit dem selben Medium im selben Setting wiederholt werden muss oder ob man sich zwischendurch oder kurz vor dem Schlafen gehen den Lernstoff per Web-Video noch mal auf eine etwas andere Art reinziehen kann, ist ein qualitativer Schritt hin zum Lernerzentrierten Lernens.
Die Erweiterung kommt durch mehr und neue Kombinationsmöglichkeiten von Lernwerkzeugen, -umgebung und -strategie zustande. Z.B. lerne ich für eine Mathe-Klausur, in dem ich Übungsaufgaben rechne (klassisch) und kombiniere dies mit Online-Videos (web 2.0). Die Kombinationsmöglichkeiten wachsen dabei wesentlich schneller als die Anzahl der zur Verfügung stehenden tools. Eine besondere Kombinationsmöglichkeit dieses “sowohl-als-auch-Szenarios” ist “entweder-oder” (auch “statt dessen”). Habe ich in der Schule eine nicht zu meiner Persönlichkeit passende Lehrerpersönlichkeit, werde ich keinen guten Lernerfolg erzielen können. Statt mich darüber lernunfähig zu ärgern, kann ich auch zu mir sagen: “Wenn ich’s hier nicht begreife, dann habe ich genug Möglichkeiten es statt dessen von jemand anderem in einem anderen Umfeld (web 2.0) auf eine andere Art und Weise zu verstehen.” Die Möglichkeit, diese Strategie zu fahren, effektiviert mein Lernen, weil ich keine Lern-Blockaden durch soziale Dissonanz aufbaue.

4. Inwieweit hat sich eurer Meinung nach durch die Möglichkeiten zur Kommunikation, Produktion, Kollaboration und Partizipation das Lernen geändert bzw. wird es sich ändern?

Den Möglichkeiten zum Lernen sind neue Möglichkeiten hinzugetreten und dadurch sind die Kombinationsmöglichkeiten (oder Lernwege) drastisch angestiegen. Am Bild: Konnte man vorher seinen Weg nur auf dem Boden gehen (wie in einer Steppe), so kann man sich jetzt auch z.B. schwimmen oder mit Lianen von Baum zu Baum hangeln und die soziale Komponente: man kann sich Lianen, die man selbst nicht erreichen könnte von anderen (Lehrern oder anderen Lernern) zuschwingen lassen und so einen Weg entweder interessanter oder schneller oder angenehmer gestalten. Die einzelnen Veränderungen werden erst über die nächsten Jahre sichtbar werden – ob sie überschaubr sind im Sinne eines Überblicks, wage ich dabei zu bezweifeln – aber sozial vermittelt wird es trotzdem leichter werden, einen geeigneten Weg zu finden.

5. Welche neuen Lernstrategien werden im Mitmachnetz notwendig?

Ganz wichtig wird die Einbettung des “Mitmach” am Netz in die Lernstrategie, also die soziale Lernstrategie, die Lerner und Lehrer als Freunde auf einem Stück des gemeinsamen Lernwegs zusammen bringen. Diese gemeinschaftliche und kommunikative Lerngestaltung wird zur Bewältigung des Wegs in die Zukunft notwendig. Von zentraler Bedeutung ist dabei für mich, dass der Lerner das Lernen von sich aus gestalten kann.

5 comments to Blogparade Lernen 2.0

Leave a Reply

 

 

 

You can use these HTML tags

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>